Stille Frequenz

Neowake Frequenzen für Konzentration: Fokus-Sessions im Homeoffice planen

Nachts schickt mich eine zwanzigminütige Frequenz-Session in den Schlaf. Tagsüber soll ausgerechnet dieselbe Technik mich wach und konzentriert halten, zwei Aufgaben, die sich eigentlich widersprechen, und trotzdem funktioniert bei mir beides. Als Projektleiterin in der IT-Beratung war ich anfangs selbst skeptisch: Wie soll ein Tool, das mich abends runterfährt, mich tagsüber gleichzeitig hochfahren? Genau das ist meine Neowake-Erfahrung der letzten Monate, nämlich Fokus im Homeoffice, ohne dass ich mir die Konzentration jedes Mal mit dem vierten Kaffee zusammenkratzen muss.

Bevor es die Frequenzen gab, hatte ich schon einiges probiert. Ein Melatonin-Spray aus der Apotheke lag wochenlang auf meinem Nachttisch, ohne dass sich wirklich etwas änderte. Ich schlief trotzdem mit dem Gefühl ein, morgen sowieso wieder drei Meetings zu verpassen. Kordula, eine Kollegin aus der Beratung, hat mir irgendwann einen Link zu einer Frequenz-Plattform geschickt, dazu nur der Kommentar: probier das mal ohne Erwartung. Sie ist die Pragmatischste im ganzen Team. Wenn es einen schnelleren Weg gibt, hat sie ihn meistens schon gefunden, bevor überhaupt jemand anders das Problem verstanden hat. Also probierte ich es. Ohne Erwartung, wie gesagt.

Ein Schlaf-Trick hilft auch beim Fokus

Genau diese Frage hat mich nach einigen Wochen beschäftigt. Ich hörte die Audios erst nur abends, um durchzuschlafen — das hatte gesessen, zum ersten Mal seit Monaten. Also fragte ich mich: Wenn diese Klänge abends beim Runterkommen helfen, was passiert, wenn ich sie tagsüber genau andersherum einsetze? Ich fing an zu experimentieren, ganz pragmatisch mit meiner Notizen-App und einem Paar guter Over-Ear-Kopfhörer.

Um Woche acht herum saß ich abends auf der Couch, und meine Schultern sackten einfach ab — nach einem Arbeitstag, der mich sonst noch stundenlang angespannt gehalten hätte. Seitdem nutze ich die Sessions nicht mehr nur zum Einschlafen, sondern auch mitten am Arbeitstag, wenn die Konzentration eigentlich schon längst hätte kippen müssen.

Over-Ear-Kopfhörer und Smartphone mit Audio-App auf dem Schreibtisch – Setup für Fokus im Homeoffice und mehr Konzentration

Fokus im Homeoffice ohne den vierten Kaffee

Schau mal: Als Projektleiterin will ich eigentlich immer wissen, warum etwas funktioniert, aber bei den Wellenbereichen halte ich es inzwischen bewusst einfach. Es gibt Klänge, die eher auf wache Konzentration zielen, und andere, die ich mir für die ganz harten Arbeitsphasen aufhebe — die genauen Mechanismen dahinter überlasse ich lieber den Leuten, die sich mit Gehirnwellen im Detail beschäftigen. Was ich für mich weiß: Binaurale Beats brauchen zwingend Stereo-Kopfhörer, sonst verpufft der Effekt komplett. Für lange Sessions bleibe ich meistens bei den klassischen Beats, aber ich habe für mich festgestellt, dass isochrone Töne für Fokus bei kurzen, intensiven Aufgaben oft noch direkter wirken.

So plane ich meine Fokus-Sessions

Mittlerweile plane ich Fokus-Sessions wie Meetings, mit fester Uhrzeit im Kalender. Auf der rechten Seite läuft ausschließlich das Teams-Fenster, links alles, was mit der eigentlichen Arbeit zu tun hat — dazwischen sitze ich mit den Kopfhörern, die ich sowieso nie vom Schreibtisch räume. Vorbereitung heißt bei mir: Handy in den Flugmodus, keine Ausreden, keine Push-Nachricht, die den Tunnel durchbricht. Sobald das Audio läuft, wird es angenehm still um mich herum, obwohl sich objektiv nichts im Raum verändert hat. Ich arbeite in Blöcken von neunzig Minuten, danach ist Schluss — keine Verlängerung, kein Blick aufs Handy, sondern eine echte Pause ohne Ton und ohne Bildschirm.

An einem verregneten Vormittag im Februar hatte ich eine Deadline fürs Quartals-Reporting vor mir, bei der ich sonst schon beim Gedanken daran müde geworden wäre. Ich startete eine Fokus-Session, und nach spätestens zehn Minuten war ich nicht mehr abgelenkt, sondern mitten in den Zahlenreihen — kein Abschweifen zu LinkedIn, keine Suche nach dem nächsten Snack.

Hände beim Tippen am Laptop im Homeoffice mit Kaffee und Notizen – Konzentration steigern während einer Fokus-Session

Ich hatte die Lautstärke einfach zu hoch gedreht

Am Anfang habe ich die Lautstärke viel zu hoch gedreht, nach dem Motto viel hilft viel. Das Gegenteil war der Fall — die Session hat mich eher abgelenkt, als dass sie geholfen hätte, und ich musste danach quasi neu anfangen. In meiner Neowake Anleitung für das Büro bin ich schon einmal darauf eingegangen: Inzwischen läuft der Ton gerade so leise, dass ich ihn kaum bewusst wahrnehme. Er soll die Arbeit begleiten, nicht übertönen.

Welche Session ich wähle, hängt von der Aufgabe ab. Für E-Mails nehme ich etwas Ruhigeres, für eine Präsentation vor der Geschäftsführung darf es intensiver sein. Ich bin weder Ärztin noch Biohacking-Expertin, nur eine Projektleiterin, die ihre Leistung bringen will, ohne am Abend völlig ausgebrannt zu sein. Wenn du selbst ernsthafte Konzentrationsprobleme hast, solltest du das professionell abklären lassen — bei mir war es schlicht der Stress und die Reizüberflutung im Homeoffice.

Kaffee, Tadeusz und die Notizen-App

Ich dokumentiere seit Monaten in einer simplen Notizen-App, welche Session zu welcher Aufgabe passt. Vor Kurzem hat mir ein Leser aus Bochum geschrieben, Tadeusz Smolka, Maschinenbauingenieur und einer der akribischsten Menschen, die mir je begegnet sind — er schickt mir ungefragt Tabellen mit seinen eigenen Aufzeichnungen, inzwischen offenbar auch zu seinen Fokus-Sessions tagsüber. Verglichen mit seinen Excel-Listen wirkt meine Notizen-App fast schon chaotisch, aber mir reicht sie.

Früher stand da: Kopfschmerzen nach vier Stunden Excel, oder: völlig fahrig nach dem Mittagessen. Heute steht dort oft nur: Session eins, Budget fertig. Session zwei, Team-Call vorbereitet. Der dritte Kaffee steht dabei meistens längst kalt links neben dem Laptop, bis mir auffällt, dass ich ihn gar nicht gebraucht hätte.

Und ja, es gibt immer noch Tage, an denen auch die beste Session nichts bringt, weil die Nacht davor zu kurz war oder der Stresspegel komplett aus dem Ruder läuft. Dann hilft kein Kopfhörer, sondern nur eine echte Pause — Kopfhörer ab und raus an den Starnberger See, wenigstens für eine halbe Stunde am Wasser.

Manchmal reicht auch schon ein Blick aus dem Fenster auf den Kastanienbaum im Hinterhof, bevor ich zurück an den Schreibtisch gehe. Kein Wundermittel, nur eine kurze Unterbrechung zwischen zwei Sessions.

Frau mit Kopfhörern blickt aus dem Fenster während einer Fokus-Pause im Homeoffice – kurze Erholung zwischen zwei Konzentrationsphasen

Konzentration steigern ist kein Wundermittel

Was bei mir funktioniert hat, ist am Ende ziemlich simpel: Frequenzen sind nur so gut wie der Rahmen drumherum. Ohne festen Block im Kalender, ohne Handy im Flugmodus und ohne die Bereitschaft, eine Session auch mal abzubrechen, wenn sie nicht passt, würde der Ton allein gar nichts bringen. Ich schlafe wieder durch, und tagsüber schaffe ich mein Pensum in kürzerer Zeit — nicht weil ein Klang mein Gehirn irgendwie repariert, sondern weil ich Phasen von Konzentration und Phasen von Pause inzwischen sauber voneinander trenne.

Falls du noch nach einer Struktur suchst, wie du das in deinen Alltag einbaust: Ich habe mir vor einer Weile angeschaut, wie man ein individuelles Fokus-Protokoll erstellt, und genau das hat den Unterschied gemacht zwischen bloßem Ausprobieren und einer Routine, die auch an stressigen Tagen hält.

Jetzt aber wirklich: Kaffeetassen in die Spülmaschine, Kopfhörer auf für den nächsten Block. Das Reporting schreibt sich schließlich nicht von allein.

Bitte beachten: Was Sie hier lesen, spiegelt meine persönliche Erfahrung wider — keine professionelle Beratung. Informieren Sie sich eigenständig und konsultieren Sie die entsprechenden Fachleute, bevor Sie Änderungen an Ihrer Gesundheit, Ernährung oder Ihren Finanzen vornehmen.

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